White Stripes

White Blood Cells



Hiermit starteten die White Stripes einen Siegeszug um den Planeten. Auf White Blood Cells zitieren sie sich munter durch die Jahrzehnte- selten war Retro so unterhaltsam und treffsicher. Das schöne ist nämlich, dass es auch jetzt immer noch so locker klingt, wie frisch erfunden. Schwimmt sogar in Milch (von wegen weiße Zellen...;-). Mal winkt Neil Young, dann werden Black Sabbath durch die Garage gezerrt. Seltsam paradox, aber tatsächlich passend, weil die White Stripes nie so wirken, als ob sie nun mit aller Gewalt Extreme vereinigen wollten. Viel sympathischeres Posing als bei Velvet Underground und deren Clons- so könnten die Strokes sein, wenn sie Spaß am Leben hätten. Denn das können die White Stripes wie schon lange keiner mehr (so gut): Spaß haben. Vor allem mit einem sehr gesunden maß an punkiger Selbstironie.
Also: Rock’n'Roll.
Oder: Ein beschwingtes Stück minimalistischer Gitarren-Musik mit sympathisch zerkratzter Oberfläche.
Resultat: Applaus von allen Kontinenten der Rock-Welt (Spex, Visions, Rolling Stone).
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