Was macht eigentlich...

...der Techno? Ist eine Frage, die ich mir bis vor kurzem tatsächlich noch gestellt habe. Mittlerweile ist aber ein deutlicher Aufschwung zu beobachten. Nachdem das T-Wort jahrelang nur noch als Unwort angesehen wurde, ist mittlerweile schon erstaunlich, dass der Begriff Techno wieder recht unbefangen verwendet wird. Mehr noch: Es gibt inzwischen wieder genug Leute wie Ada oder Ricardo Villalobos, die in der Lage sind, dem Patienten wieder neues Leben einzuhauchen.
Damit war nach schlimmer Vorgeschichte nicht unbedingt zu rechnen. Allein das schlussendliche Kollabieren der Loveparade als ehedem weltweites Symbol für neue und bessere Zeiten beleuchtet nochmal einen Zusammenbruch, der eigentlich bereits Jahre zuvor stattgefunden hat.
Was die Renaissance tatsächlich zu bedeuten hat, wird die Zeit wohl noch zeigen müssen, aber back to the roots war ja nicht immer die schlechteste Devise ;-)

Übrigens bin ich immer noch auf der Suche nach einem möglichst schmerzfreien Oberbegriff für diesen Musik-Sektor. Wo selbst ein Juan Atkins so seine Probs damit hat und umständlich von "elektronischer Tanzmusik" spricht, befinde ich mich damit zwar in bester Gesellschaft, aber das ändert trotzdem nichts daran, dass ich gerne einen zutreffenden und anderweitig möglichst unverbogenen Begriff hätte. "Elektronik" hätte mir zwar gut gefallen, kennzeichnet aber bekanntlich in einschlägigen Kreisen spezielle Bereiche (und ist leider auch als Suchbegriff für die Maschine deiner Wahl sehr ungeeignet). Schlichte Reihung: House/D&B/Techno?? Neenee... ;-)
Falls jemand von euch da draußen eine nette Idee haben sollte- gib Schub!