Gnarls Barkley

St. Elsewhere

Auch mit Cee-Lo Green als Gnarls Barkley bekommt Danger Mouse auf St. Elsewhere das hin, was anscheinend keinem anderen einfallen will derzeit. Ob man das nun gleich als "futuristisch" bejubeln muss (wie Uh-Young Kim es für den Spiegel tut), sei mal dahingestellt. So outstanding finde ich den Sound von Gnarls Barkley nicht wirklich- was der Sache aber keinen Abbruch tut: Danger Mouse recyclet hier sehr stimmig 70ies-Soul auf eine Weise, dass kein Retro-Verdacht aufkommt.
Vor allem die Beats sind sehr heutig- meist druckvoll, streckenweise brüchig und der Bass ist zwar den damaligen Zeiten entlehnt, aber auf eine Weise auf den Punkt gebracht, wie es vor 30 Jahren eben noch nicht ging. Damit vermeidet das Gnarls Barkley-Projekt gerade sentimentales Nachspielen alter Sounds und damit glückt Danger Mouse wieder mal ein großes Kunststück.
Da kann er dann Cee-Lo ruhig soulful croonen lassen und im Hintergrund die stilechten Orchester auffahren, es bleibt schlicht eine tolle Platte.

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